9. und 10. Woche des B-Wurfes 08.-21. August 26
- vor 2 Tagen
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Die neunte Lebenswoche liegt hinter uns – und wenn wir auf die Entwicklung unserer kleinen Bande schauen, wird einmal mehr deutlich, wie viel in diesen wenigen Wochen passiert ist. Aus winzigen Welpen mit einem Geburtsgewicht zwischen 310 und 350 Gramm sind inzwischen kleine Persönlichkeiten mit Gewichten bis zu 3.500 Gramm geworden. Jeder Einzelne hat dabei sein ganz eigenes Tempo und seinen eigenen Charakter entwickelt.
Ein wichtiger Termin in dieser Woche war der Besuch beim Tierarzt. Nach einer längeren Autofahrt, die alle Welpen völlig problemlos gemeistert haben, wurden sie gründlich untersucht. Jeder Welpe wurde eingehend angeschaut und auf seinen Gesundheitszustand kontrolliert. Auch wenn einer der Kleinen die Untersuchung nicht besonders gut fand und dies deutlich zum Ausdruck brachte, blieben die anderen erstaunlich gelassen und nahmen den Termin ausgesprochen entspannt hin. Alle Welpen wurden geimpft und gechippt und haben damit einen weiteren wichtigen Schritt auf ihrem Weg in die große weite Welt gemacht.
Auch zu Hause stand wieder etwas Körperpflege auf dem Programm. Die Ohren wurden gereinigt – völlig problemlos. Zum mittlerweile dritten Mal wurden außerdem die Krallen geschnitten. Was anfangs vielleicht noch ungewohnt war, gehört inzwischen ganz selbstverständlich zu unseren kleinen Pflegeritualen.
Immer deutlicher zeigen sich die unterschiedlichen Charaktere. Während sich bei einem unserer Rüden bereits ein kleiner Macho herauskristallisiert, der genau weiß, wie er sich behaupten kann, halten sich andere lieber aus kleinen Auseinandersetzungen heraus. Sie möchten keinen Unfrieden und gehen Konflikten lieber aus dem Weg. Es ist spannend zu beobachten, wie unterschiedlich die Welpen aufeinander reagieren und wie sich ihre ganz eigenen Wesenszüge von Woche zu Woche klarer zeigen.
Auch beim Fressen hat jeder seine eigene Philosophie. Einer möchte am liebsten ganz für sich allein fressen – und dann bitte möglichst viel. Ein anderer lässt sich eher von der Gesellschaft motivieren und frisst gerne mit, wenn es gerade sympathisch und gesellig zugeht. So unterschiedlich die Vorlieben auch sind, auch darin erkennen wir bereits viel von den individuellen Persönlichkeiten unserer Kleinen.
Das Wetter zeigte sich in dieser Woche recht wechselhaft. Deshalb wechselten sich spannende Aufenthalte im Freien mit eher ruhigeren Zeiten im Welpengehege im Haus ab. Auch Besuch war wieder angesagt, unter anderem mit Kindern. Neue Menschen, unterschiedliche Stimmen und Bewegungen gehören damit weiterhin ganz selbstverständlich zum Alltag unserer Welpen und helfen ihnen, immer sicherer und selbstverständlicher mit neuen Situationen umzugehen.
Ein Thema, das uns besonders wichtig ist, ist die beginnende Sauberkeitserziehung. Wenn wir draußen mit den Welpen sind, sprechen wir sie mit ihren Namen an und verwenden immer wieder dieselben Begriffe: „Pipi machen, beeil dich“ und anschließend „fein“. Durch die ständige Wiederholung verbinden die Welpen diese Worte zunehmend mit der Situation. So lernen sie, die Begriffe mit dem Lösen im Freien zu verknüpfen. Noch sind sie natürlich kleine Welpen, die vieles erst lernen müssen – aber genau diese kleinen, immer wiederkehrenden Abläufe schaffen Orientierung und Sicherheit.
Und dann ist da noch unsere Lupine. Seit etwa zwei Wochen, seit sie ihre Kleinen nicht mehr säugt, spielt sie ausgiebig mit ihnen. Dabei vermittelt sie ihnen auf ihre ganz eigene, spielerische Art wichtige Regeln des sozialen Miteinanders. Ein Spiel kann plötzlich zu einer kleinen Lektion in Sachen Unterordnung werden – aus „Rauf mit mir“ wird ebenso selbstverständlich ein „Geh nicht zu weit“. Lupine zeigt ihren Kindern Grenzen, ohne ihnen die Freude am Spiel zu nehmen. Die Welpen nehmen diese kleinen Erziehungssequenzen sehr gut an und freuen sich jedes Mal aufs Neue, wenn ihre Mama mit ihnen spielt. Auch draußen hat Lupine stets ein wachsames Auge auf ihre Kinder und versucht, alle beisammenzuhalten. Keines soll verloren gehen. Sie ist und bleibt eine ganz besondere und aufmerksame Mutter. Sie hat ihren Welpen in den vergangenen Wochen nicht nur einen sicheren Start ins Leben ermöglicht, sondern begleitet sie auch jetzt, wo sie immer selbstständiger werden, mit Ruhe, Aufmerksamkeit und viel Geduld.
Neun Wochen sind vergangen – und aus unserer kleinen, schutzbedürftigen Welpenschar sind neugierige, selbstbewusste und immer eigenständigere kleine Kromis geworden. Noch genießen wir die gemeinsame Zeit sehr. Gleichzeitig rückt der Moment näher, an dem jeder von ihnen in seine eigene Familie geht und dort die nächsten großen Schritte gehen wird.
Am Wochenende, zu Beginn der zehnten Lebenswoche, stand dann ein besonders wichtiger Termin auf dem Programm: die Wurfabnahme.
Dabei wurde jeder Welpe noch einmal sehr genau angeschaut und beurteilt. Die äußerliche Entwicklung, der Körperbau und die Gliedmaßen wurden ebenso begutachtet wie das Haarkleid und die Augenfarbe. Auch die bisher dokumentierte Entwicklung und das Verhalten der einzelnen Welpen flossen in die Beurteilung ein.
Natürlich wurden auch die Ergebnisse der vorausgegangenen tierärztlichen Untersuchung, die im Rahmen der Impfung und des Chippens erfolgt war, berücksichtigt. Alles wurde sorgfältig angeschaut, besprochen und dokumentiert.
Für uns Züchter ist eine solche Wurfabnahme ein besonderer Moment. Einerseits wird dabei sichtbar, wie weit sich die Welpen in den vergangenen Wochen entwickelt haben. Andererseits entsteht eine umfassende Dokumentation, die später noch einmal nachvollziehbar macht, wie sich jeder einzelne Welpe zu diesem Zeitpunkt gezeigt hat.
Die erhobenen Daten und Beobachtungen dienen dabei auch der weiteren Verwendung im vorbildlichen Einkreuzprojekt der ProKromfohrländer. Damit wird die Entwicklung unserer Welpen nicht nur für uns als Züchter dokumentiert, sondern leistet zugleich einen wertvollen Beitrag zu einem gesunden Kromfohrländer, als züchterisches Ziel.
Wenn wir unsere inzwischen deutlich gewachsenen Welpen anschauen, ist kaum noch vorstellbar, dass einige von ihnen vor wenigen Wochen gerade einmal etwas mehr als 300 Gramm gewogen haben. Heute stehen kleine, selbstbewusste Persönlichkeiten vor uns, deren individuelle Charaktere immer deutlicher hervortreten.
Und während wir sie dabei beobachten, wird uns gleichzeitig bewusst: Die gemeinsame Welpenzeit neigt sich langsam dem Ende zu. Jeder von ihnen ist bereit für seine nächsten großen Schritte – und wir sind dankbar, sie bis hierhin begleitet haben zu dürfen.
Abschied von unseren ersten Welpen
Der Tag nach der Wurfabnahme brachte für uns einen Moment, auf den wir uns vorbereitet hatten – und der dennoch ganz anders war, als man ihn sich vorstellen kann: Die ersten beiden Welpen, Berta Brösel und Boskop, verabschiedeten sich und machten sich auf den Weg zu ihren neuen Familien.
So viele Wochen haben wir sie begleitet, umsorgt, beobachtet, mit ihnen gelacht und ihre Entwicklung miterlebt. Nun war plötzlich der Moment gekommen, sie in die Hände ihrer neuen Menschen zu geben. Ein schöner Moment, verbunden mit ganz viel Vorfreude auf das, was vor ihnen liegt – und gleichzeitig mit einem ganz großen Stück Wehmut für uns.
Auch die Geschwister schienen zu spüren, dass etwas anders war. Nachdem die ersten beiden Welpen gegangen waren, wurde es erstaunlich ruhig. Die verbleibenden Kleinen wirkten nachdenklich und zurückhaltend. Für einen Moment fehlte die gewohnte Lebendigkeit in der verbleibenden kleinen Gruppe.
Und auch Lupine beobachtete aufmerksam, was geschah. Als einer ihrer Welpen ins fremde Auto gesetzt wurde, verfolgte sie die Situation ganz genau. Man konnte ihr ansehen, dass sie sehr wohl wahrnahm, dass sich etwas veränderte.
Am darauffolgenden Tag hieß es bereits zum dritten Mal Abschied nehmen. Auch der dritte Welpe, Bilbo Oskar, zu Anfang unser kleines Sorgenkind, wurde seiner neuen Familie übergeben und durfte in sein neues Zuhause ziehen.
Damit sind nun noch drei unserer kleinen Fellkinder bei uns. Billa wird bei uns und ihrer Mama Lupine bleiben. Bella Beere und Bruno dürfen am kommenden Wochenende ebenfalls zu ihren neuen Familien ziehen.
Damit geht eine ganz besondere Zeit für uns langsam zu Ende: unsere wunderbare gemeinsame Welpenfamilienzeit.
Es war eine intensive, aufregende, manchmal anstrengende, aber vor allem unglaublich schöne Zeit. Wir durften sechs kleine Kromfohrländer vom ersten Lebenstag an begleiten und miterleben, wie aus winzigen, hilflosen Welpen eigenständige kleine Persönlichkeiten wurden.
Nun beginnt für jeden von ihnen ein neues Kapitel. Wir geben sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge ab: mit Wehmut, weil sie uns fehlen werden, aber auch mit großer Freude und Vertrauen, weil wir wissen, dass sie in liebevolle Familien ziehen.
Und vielleicht ist genau das der schönste Teil der Zucht: Sie gehen zu ihren Menschen – aber ein kleines Stück von ihnen bleibt immer bei uns, in unseren Herzen.
Möge euer gemeinsamer Weg voller kleiner Wunder sein,
euer Zuhause erfüllt von Freude
und euer Herz immer offen für all die schönen Augenblicke,
die das Leben mit einem Kromi bereithält.
Möge euer kleiner Begleiter euch zum Lachen bringen,
euch geduldig machen, wenn es einmal anders kommt als gedacht,
und euch jeden Tag daran erinnern,
wie wertvoll Vertrauen, Nähe und Freundschaft sind.
Möge auf euren gemeinsamen Wegen
immer ein wenig Sonne scheinen,
auch wenn der Himmel einmal grau ist.
Möge euch das Glück begleiten,
wenn ihr Neues entdeckt,
Abenteuer erlebt
und miteinander wachst.
Wir wünschen euch viele glückliche Jahre,
unzählige schöne Erinnerungen,
warme Kuschelstunden
und ganz viel Freude aneinander.
Möge euer Kromi stets vier Pfoten haben,
die euch durchs Leben tragen,
ein treues Herz, das euch begleitet,
und einen Platz an eurer Seite,
an dem er für immer zu Hause ist.
Möge eure gemeinsame Reise aufregend,
wunderschön und voller Liebe sein.
Möge das Glück euch begleiten –
heute, morgen und an jedem Tag,
den ihr miteinander teilen dürft.



